DB2MOS

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Ferienwoche und Antennenseminar in der Schweiz /Engadin

Diese Anzeige im Funkamateur 03/07 interessierte mich, versprach doch das Seminarprogramm interessante Aspekte.

Gewiss, es gibt genügend Antennenliteratur, auch praktische Anleitungen (z.B. im Funkamateur), aber Praxiserfahrung ist doch etwas anderes. Also angemeldet und danach die Seminarunterlagen studiert.

Hier gab es schon die erste Überraschung: 3 Tage waren von morgens 9.00 Uhr bis abends 18.00 Uhr voll gepackt mit der Vermittlung von Grundlagenwissen, die letzen beiden Tagen sollten dann dem  praktischen Antennenbau gehören.

Um es vorweg zu sagen: Diese Woche war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg für uns alle. Gerd Janzen, DF6SJ, und Heinz Bolli, HB9KOF, zwei hochkarätige Kenner der Materie, brachten nicht nur allgemeine Grundlagen; sondern auch vertieftes Wissen ganz besonders bei Spezialthemen in unsere Gruppe. Die Grundlagen des Smith-Diagramms beispielsweise gibt es vermutlich nirgendwo in dieser hier vorgetragenen Ausführlichkeit erläutert. Die neue Version EZNEC 5 von Roy Lewallen wurde sehr detailliert vorgestellt bis hin zu den Grenzen dieses Simulationsprogramms, aber auch das Programm 4NEC2 von Arie Voors wurde kurz gestreift. Und für alle Themen gab es den ganzen Stoff auch in Schriftform zum späteren Nachschlagen.

Im praktischen Teil - er war leider viel zu kurz - wurden einige Antennenformen (Reusenantenne, Sperrtopfantenne usw.) von uns gebaut, mit einem Antennenanalysator ausgemessen und mit EZNEC 5 verglichen. Optimier- und Abgleicharbeiten wurden so ganz wesentlich vereinfacht.

Überhaupt war der Umgang mit einem Antennenanalysator für mich ein beeindruckendes Erlebnis in diesem praktischen Teil und für sich alleine schon eine Reise ins Engadin wert. Aber wie gesagt, der praktische und sehr interessante Teil war etwas kurz. Vielleicht sollte ein vor allem der Praxis dienendes Seminar für 2008 einmal bedacht werden.

Zum Schluss muss noch das hervorragend gestaltete Alternativprogramm für die mitreisenden XYL's erwähnt werden. Ausflüge und Wanderungen, Malen und Wellness bildeten hier die Schwerpunkte. Die abendlichen Diskussionsrunden im Hotel waren so überhaupt nicht einseitig, sie bildeten sich in wechselnder Zusammensetzung jeweils schon während des feinen Abendessens.

Die Woche im Engadin verging schnell – zu schnell. Was bleibt sind interessante Eindrücke und Erfahrungen, gute Erinnerungen und viel Wissen um Antennen, welches meine künftige Tätigkeit als Funkamateur erfolgreicher und damit noch erfreulicher machen wird.

Hans-Hermann Moschen, DB2MOS

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